Multimodale Therapie

Bei chronischen Schmerzen helfen einzelne Therapieverfahren langfristig nicht weiter. Wesentlich bessere Erfolge erzielen wir mit einer gezielten Kombination verschiedener Behandlungsmethoden – der multimodalen Therapie.

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Dieser Begriff leitet sich ab von: viele (lateinisch: multi) Arten (lateinisch: modi) der Behandlung. Hierunter verstehen wir die enge Zusammenarbeit von Ärzten und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen mit dem Ziel, Sie gemeinsam optimal behandeln zu können.
Da chronische Schmerzen – im Gegensatz zu akuten Schmerzen – in den meisten Fällen nicht auf eine einzige, klar definierte körperliche Ursache zurückzuführen sind, ist auch die Behandlung komplexer. Fast alle Schmerzpatienten haben bereits Erfahrungen mit verschiedenen Therapien zur Beseitigung oder Linderung Ihrer Schmerzen gemacht – leider oft ohne dauerhaften Erfolg.
Um chronische Schmerzen langfristig erfolgreich therapieren zu können, kombinieren wir medizinische, psychologische sowie physio- und ergotherapeutische Behandlungsverfahren. Die Vorteile: Die multimodale Schmerztherapie berücksichtigt biologische, psychische und soziale Aspekte gleichermaßen, und die positiven Effekte der verschiedenen Behandlungsverfahren ergänzen sich.
Bei chronischen Rückenschmerzen werden beispielsweise mit Erfolg (gerätegestützte) Krankengymnastik, Ergotherapie, Entspannungsverfahren, psychologische Behandlungsmethoden wie die kognitive Verhaltenstherapie und ggf. auch Medikamente oder Infiltrationen (Spritzen) in Kombination angewandt. Auch beim Fibromyalgiesyndrom haben sich multimodale Therapiekonzepte (in diesem Fall ohne Infiltrationen) bewährt.
Damit Sie als Patient langfristig von der multimodalen Therapie profitieren, ist es wichtig, dass Sie selbst aktiv werden. Viele Therapieverfahren können und sollen Sie in Eigenregie fortführen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich von erfahrenen Ärzten und Therapeuten beraten und schulen zu lassen!