Akupunktur

Die Akupunktur hat ihren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Bereits vor mehr als 2000 Jahren wurde dieses sehr nebenwirkungsarme Therapieverfahren zur Behandlung verschiedenster Krankheitsbilder eingesetzt.

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Nach dem Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt die Akupunktur auf das Meridiansystem des Körpers. Meridiane sind genau definierte Längsbahnen, auf denen die Lebensenergien des Körpers (chinesisch: Qi) zirkulieren und sich auf alle Körperfunktionen auswirken. Aus Sicht der TCM können Störungen im Energiefluss (Mit)ursachen von Erkrankungen und Beschwerden sein. Durch das Einstechen von Nadeln in bestimmte Akupunkturpunkte, die auf den Meridianen liegen, wird der Energiefluss wieder harmonisiert.

Die moderne westliche, naturwissenschaftlich orientierte Medizin befasst sich ebenfalls seit Jahrzehnten mit dem Thema Akupunktur. Auch wenn der genaue Wirkmechanismus noch nicht geklärt werden konnte, so wurden doch im Rahmen von Studien positive Effekte der Akupunktur z. B. bei chronischen Rückenschmerzen und chronischen Schmerzen durch Kniegelenksarthrose nachgewiesen.

In der Orthopädie wird Akupunktur häufig zur Therapie chronischer Schmerzen, z. B. im Bereich der Wirbelsäule oder der Gelenke eingesetzt. Neben Patienten, die an verschleißbedingten Beschwerden leiden, können auch Patienten mit rheumatischen Erkrankungen oder dem Fibromyalgiesyndrom von einer begleitenden Akupunkturbehandlung profitieren. Weitere Anwendungsgebiete sind z. B. Migräne, Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion.
Vor Beginn der Akupunkturbehandlung werden Sie zunächst, basierend auf den Prinzipien der TCM, befragt und untersucht. Davon ausgehend wird die für Sie geeignete Kombination von Akupunkturpunkten festgelegt.
Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Dabei sitzen oder liegen Sie ruhig in einer entspannten Position in einem ruhigen Raum. Das von den meisten Menschen als kaum schmerzhaft empfundene Einstechen der feinen Nadeln dauert ca. 5 min, anschließend bleiben diese für ca. 20 Minuten in ihrer Position.
Ein Schwere- oder Druckgefühl oder ein „elektrisiertes“ Gefühl an der Einstichstelle ist ein Zeichen für eine gute Wirksamkeit der Akupunktur.
Bei den o.g. orthopädischen Erkrankungen sind in der Regel 10 Sitzungen erforderlich, die meist 2x wöchentlich durchgeführt werden. Sowohl vor Beginn der Akupunkturbehandlung als auch nach der letzten Sitzung werden Sie mittels Fragebogen zu Ihren körperlichen und psychischen Beschwerden und Alltagsbelastungen befragt. Eine Verlängerung um 5 weitere Sitzungen ist in manchen Fällen sinnvoll und dann auch möglich.
Alle deutschen gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Akupunkturbehandlung bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder in den Knien (bei Kniegelenksarthrose) im Rahmen einer Schmerztherapie. Voraussetzung ist, dass die Akupunktur durch entsprechend qualifizierte Ärzte durchgeführt wird (im MVZ Dr. Kretzmann & Kollegen sind dies Dr. Müller, Dr. Meergans und Herr Schulz). Akupunkturbehandlungen bei anderen Diagnosen und andere Akupunkturtechniken wie die Ohrakupunktur oder die (koreanische) Handakupunktur sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Die Kosten müssen daher von gesetzlich versicherten Patienten selbst getragen werden und liegen zwischen ca. 12 und 30 € pro Sitzung.
Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen erstatten die meisten privaten Kassen die Kosten für Akupunkturbehandlungen auch für andere orthopädische Krankheitsbilder.